Die 10 besten Tipps für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch

Erfolgreiches Bewerbungsgespräch – wie bereite ich mich vor?

Gerade beim ersten Bewerbungsgespräch ist die Nervosität noch sehr hoch. Um so wichtiger ist es, dass man gut vorbereitet ist. Der Leiter der Personalabteilung oder ein entsprechender Mitarbeiter kennt Ihre Unterlagen. Vielleicht hat dieser auch schon im Internet gesucht und sich auf Plattformen wie Facebook oder Instagram nach den Bewerbern erkundigt. Man weiß also vielleicht viel mehr von Ihnen, als Sie glauben! Ihre Bewerbung war gut und jetzt kommt das Bewerbungsgespräch. Aber haben auch Sie sich gut auf das Bewerbungsgespräch vorbereitet?

Schritt 1: Was ziehe ich an?

Auch wenn es viele nicht glauben, aber der erste Eindruck zählt und man kann auf einfache Art und Weise damit punkten. Wenn es nicht gerade ein Bewerbungsgespräch bei einer Bank oder einer Versicherung ist, kann man auf Anzug oder Kostüm verzichten. Normale Kleidung, wie man sie auch später im Job tragen würde, reicht völlig aus. Natürlich sollte ein Bewerber für einen Job als Maurer nicht in Arbeitskleidung erscheinen.

der lebenslauf und die bewerbungEs gilt daher, sich zuvor die Branche und auch das anvisierte Unternehmen möglichst genau anzusehen und die Kleidung für das Vorstellungsgespräch den jeweiligen Gepflogenheiten möglichst gut anzupassen. Für das bereits erwähnte Bewerbungsgespräch bei einer Bank oder Versicherung ist für Männer der Anzug mit Krawatte und für Frauen das Kostüm Pflicht, in anderen Berufen dagegen können Sie damit ganz schön daneben greifen.

So ist es beispielsweise kreativen Berufen üblich, sich ausgefallen und dennoch stilvoll zu kleiden. Dies können künstlerische Tätigkeiten sein, aber Handwerksberufe wie etwa Friseur. Und auch in Werbeagenturen und anderen geistig kreativen Branchen sieht man es gerne, wenn der Bewerber nicht im üblichen Einheitslook gekleidet ist.

Schritt 2: Wie bereite ich mich auf die Fragen vor?

Grundsätzlich gilt: Es ist nicht möglich, sich auf jede Frage und jede Eventualität in einem Vorstellungsgespräch perfekt vorzubereiten. Zwar ähneln sich viele Fragen, da die Personaler in den Unternehmen in der Regel eine ähnliche Strategie verfolgen, dennoch können Sie immer mit Fragen konfrontiert werden, die Sie zuvor nicht erwartet hätten. Es gilt daher, cool zu bleiben und sich nicht unnötig Sorgen vor dem Termin zu machen. Dies erzeugt Stress und Nervosität, womit Sie sich letztendlich nur selbst schaden. Trotzdem gibt es einige Fragen, die in nahezu jedem Bewerbungsgespräch immer wieder auftauchen. Zu den häufigsten drei dieser Fragen möchten wir Ihnen hier einige Tipps geben:

„Warum wir sollten wir gerade Sie für die Position einsetzen?“ Dies ist eine der beliebtesten Fragen im Bewerbungsgespräch, die fast immer gestellt wird. Nur die wenigsten Bewerber wissen, wie man damit umgeht. Dabei sollte die Antwort quasi eine Essenz Ihrer persönlichen Qualifikationen und Fähigkeiten sein. Werden Sie dabei so konkret wie möglich und behaupten Sie nicht einfach nur: „Weil ich der Beste für diesen Job bin!“

„Warum möchten Sie Ihren Arbeitgeber wechseln?“ Diese Frage dient vor allem dazu, mehr über Ihre Persönlichkeit und Ihren beruflichen Hintergrund zu erfahren. Antworten Sie ehrlich darauf, aber ziehen Sie nicht über Ihr altes Unternehmen und dessen Mitarbeiter her.

„Was sind Ihre Stärken und Schwächen“? Auch hier gilt es, möglichst ehrlich zu bleiben und nichts vorzutäuschen. Aber: Unterlegen Sie Ihre Behauptungen mit Fakten! Wenn Sie z. B. besonders stressresistent sind, beschreiben Sie dies nachvollziehbar anhand einer Situation aus Ihrem bisherigen Berufsleben.

Schritt 3: Meine Körperhaltung und Gestik im Bewerbungsgespräch?

Wichtig ist nicht nur das, was man mit seiner Stimme sagt, sondern auch das, was dabei über Körperhaltung, Mimik und Gestik mitgeteilt wird. Diese These gilt sowohl für die alltägliche Kommunikation in unser aller Leben als auch für das Bewerbungsgespräch. Auf folgende Punkte sollten Sie hierbei achten: Verstellen Sie sich nicht!

Das Schlimmste, was Ihnen passieren kann, ist eine unnatürliche Wirkung. Personalreferenten in Unternehmen haben es meist täglich mit vielen Bewerbern zu tun und merken schnell, ob sich jemand verstellt oder nicht. Daher: Bleiben Sie so natürlich wie möglich! Achten Sie auf eine aufrechte und offene Körperhaltung Sowohl im Stehen als auch im Sitzen sollten Sie darauf achten, eine aufrechte und offene Körperhaltung einzunehmen. Richten Sie Ihre Wirbelsäule bewusst auf und ziehen Sie die Schultern leicht nach hinten – das wirkt offen und selbstbewusst.
Halten Sie Augenkontakt

Sie sollten immer wieder den Augenkontakt zu Ihrem Gesprächspartner suchen. Dies zeigt Präsenz und Interesse am Gesagten. Doch starren Sie Ihr Gegenüber nicht an, denn damit erzielen Sie die gegenteilige Wirkung. Achten Sie auf einen festen Händedruck. Ein fester Händedruck signalisiert Selbstvertrauen und Entschlossenheit. Sowohl bei der Begrüßung als auch bei der Verabschiedung nach den Gespräch sollten Sie auf einen solchen Händedruck achten.

Schritt 4: Warum sollte ich proaktiv sein?

Personaler lieben proaktive Bewerber. Sie zeigen ihnen, dass sie wirklich Interesse an einer Position im Unternehmen haben. Doch was bedeutet Proaktivität überhaupt?

Proaktiv sind Sie, wenn Sie auch von sich aus auf Ihr Gegenüber zugehen, wenn Sie Eigeninitiative zeigen. Stellen Sie Fragen, wenn Sie etwas nicht verstanden haben. Kommen Sie von sich aus auf wichtige Stationen Ihrer beruflichen Laufbahn zu sprechen (natürlich nur, wenn es der Situation angemessen ist). Kommunizieren Sie auf Augenhöhe mit Ihrem Gegenüber – denn auch Sie haben das Recht, diesem wichtige – vielleicht auch unangenehme – Fragen zu stellen.sei einfach du selbst im bewerbungsgespraech

Der wichtigste Schritt: Warum ich mir treu bleiben sollte …

Manche Menschen sind gut – gut im schauspielern! Ihnen gelingt es unter Umständen sogar, den anvisierten Job trotz fehlender bzw. unvollständiger Qualifikationen zu erhaschen. Doch was bringt das wirklich?

Es mag sein, dass die anfängliche Freude über den persönlichen Erfolg überwiegt und Sie stolz im Freundes- und Verwandtenkreis erzählen können, wie toll Sie das gemacht haben. Im betreffenden Job jedoch werden Sie es schwer haben. Sofern Sie die Probezeit überhaupt überstehen, wird es immer wieder Probleme mit Kollegen und Vorgesetzten geben, die aus der fehlenden Kompetenz resultieren. Und wer will schon einen Job haben, dem er letztendlich nicht gewachsen ist?

Bleiben Sie sich daher selbst treu. Bewerben Sie sich nur auf Jobs, die Ihren Qualifikationen und Ihren Wünschen entsprechen. Dann sind Sie nicht nur im Bewerbungsgespräch cooler, sondern haben auch später mehr Freude an Ihrem Job!